
Soziale Innovationen in der Freien Wohlfahrtspflege
Oktober 2025
Rückblick auf die IMPACT Challenge 2025 unseres KoSI-Mitglieds Diakonie Schleswig-Holstein
Mit der IMPACT Challenge 2025 hat unser Mitglied Diakonie Schleswig-Holstein (DWSH) gemeinsam mit der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein erneut einen wichtigen Beitrag zur Förderung Sozialer Innovationen in der Freien Wohlfahrtspflege geleistet. Ziel des Wettbewerbs war es, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der sozialen Arbeit zu entwickeln und den Transfer in die Umsetzung aktiv zu begleiten. Konzeptioniert und implementiert wurde die IMPACT Challenge von Dr. Grit Kühne von der DWSH.
Der Startschuss der Impact Challenge 2025 fiel im März dieses Jahres: Mitglieder der DWSH waren nach einer Auftaktveranstaltung eingeladen, eigene Projektideen einzubringen. In mehreren Schritten – von Workshops nach der Design-Thinking-Methode mit Dennis Krabbenhöft (NGD Innovationsmanagement), über ein Pitch-Event, bis hin zu einer Werkstatt zur Umsetzungsplanung und Finanzierungsberatung mit Norbert Kunz (Social Impact) und Bernd Hannemann (DWSH) – wurden die Ideen kontinuierlich weiterentwickelt. Der Wettbewerb gipfelte in einer Abschlussveranstaltung in Rendsburg am 17. September.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der fachlichen Begleitung durch eine Jury, bestehend aus unseren beiden KoSI-Mitgliedern Dr. Judith Terstriep (IAT Gelsenkirchen) und Norbert Kunz sowie Bernd Hannemann. Ihre Rückmeldungen flossen in die Konzepte ein und gaben den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die weitere Ausarbeitung.
Alle Projekte sind Gewinner
Sechs Teams durchliefen den gesamten Innovationsprozess. Dr. Grit Kühne betont:
Auch wenn wir am Ende der Impact Challenge drei Teams besonders gewürdigt haben, gab es in der IMPACT Challenge nur Gewinner:innen: Alle Teilnehmenden halten jetzt ein fachlich fundiertes Konzept in den Händen, das die Grundlage für eine erfolgreiche Implementierung bildet. Passende Förderoptionen sind bereits identifiziert und erste Gespräche mit potenziellen Unterstützern geführt worden. Teilweise bestehen schon Aussichten auf eine bis zu 100-prozentige Förderung. Wir vom Landesverband werden die Innovatorinnen und Innovatoren auch in der Umsetzungsphase weiter beratend begleiten.
Podiumsdiskussion zur neuen Landesstrategie „Nordisch innovativ“
Vor der besonderen Würdigung der drei Projekte SHE – Supportive Healing Environment, Hol di fruchtig und Barmstedter Musikwerkstatt (siehe Kasten unten) stand eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Nordisch Innovativ – und nun?“ auf dem Programm der Abschlussveranstaltung am 17. September. Diakonie-Vorstand Kay-Gunnar Rohwer, Staatssekretär Johannes Albig (Sozialministerium Schleswig-Holstein) und Norbert Kunz diskutierten, wie Soziale Innovationen künftig wirksamer gefördert und verstetigt werden können.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der neuen, im Juni 2025 veröffentlichten schleswig-holsteinischen Landesstrategie „Nordisch innovativ“. Sie soll dazu beitragen, innovative Ansätze systematisch in die Praxis zu überführen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wohlfahrtspflege zu vernetzen. „Nordisch innovativ“ ist über die letzten zwei Jahre von der Landesregierung als ressortübergreifendes Innovationsprogramm entwickelt worden – in einem iterativen Prozess mit Anspruchsgruppen, an dem die DWSH in der Person von Dr. Kühne beteiligt war. Das erfreuliche Ergebnis: Die Freie Wohlfahrtspflege ist explizit als eine der Zielgruppen der Strategie genannt.
Vor der Challenge ist nach der Challenge
Die IMPACT Challenge 2025 hat gezeigt, wie durch methodische Innovationsentwicklung, fachliche Begleitung und gezielte Förderung tragfähige Lösungen für die soziale Arbeit in der Freien Wohlfahrtspflege entstehen können. Dr. Grit Kühne: „Im Herbst 2026 werden wir alle Innovatoren zum ‘Klassentreffen der IMPACT Challenge’ einladen. Wir hoffen auf viele Berichte zu erfolgreichen Projektimplementierungen.“
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Im Rahmen der Abschlussveranstaltung „Innovationen Implementieren“ am 17. September 2025 wurden drei Konzepte mit dem Preis der Diakonie-Stiftung Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Jedes der Projekte erhielt eine Förderung in Höhe von 3.333,33 Euro:
- SHE – Supportive Healing Environment (Sebastian Scherl, NGD): Umgestaltung von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, um Heilungsprozesse zu fördern, psychische Stabilität zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen.
- Hol di fruchtig (Team DW Husum): Gesundheitsförderung für Männer ab 20 Jahren im Leistungsbezug, mit Angeboten zu Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung.
- Barmstedter Musikwerkstatt (Johanna von Kuczkowski, St. Katharina gGmbH): Gesundheitsförderung durch sozial-integrative Musikangebote für Kinder und Senior:innen.
Die IMPACT Challenge 2025 wurde im Rahmen des Kompetenzzentrums für Soziale Innovationen (KoSI) durchgeführt und durch die Europäische Union über die ESF+ Social Innovation+ Initiative gefördert.
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